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(New page: '''In Arbeit!''' Fritz Weller Judenbühlweg 25 97080 Würzburg Deutschland Telefon: +49 (0)931 - 76551 Händler: [http://www.pfeifen-behrend.de/pfeifen_nach_marke_weller.htm Pfeife...)
 
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'''In Arbeit!'''
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Als Pfeifenmacher ist der 1930 in Würzburg geborene '''Fritz Weller''' ein Spätberufener. Nach dem Krieg begann er eine Ausbildung zum Augenoptiker, nach deren Abschluss er im Betrieb seines Vaters arbeitete. Später war er als Handelsvertreter für die Firma '''[[Oldenkott]]''' tätig. Die profunden Kenntnisse über die Fertigung von Pfeifen, die er dabei erlangte, wandte er dann im Tabakwaren-Fachgeschäft seiner Frau zur Durchführung von Reparaturen an. Aber erst nach dem Eintritt in den Ruhestand, mit 66 Jahren, begann Fritz Weller 1996 seine jahrzehntelangen Erfahrungen mit Pfeifen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse und Fertigkeiten in eigene Pfeifen umzusetzen.
  
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Wellers Pfeifen beeindrucken durch eher zurückhaltende, klare Formen und eine überaus gediegene Verarbeitung. Da er sein Pfeifenschaffen eher als Passion denn als Quelle zur Aufbesserung der Pension begreift, verwendet er enorme Zeit auf die Ausarbeitung jedes Details, was jede einzelne Pfeife zum handgearbeiteten Unikat macht. Wobei „handgearbeitet“ hier wörtlich zu nehmen ist. Dem entsprechend verlassen nur ca. 15 Pfeifen pro Jahr seine Werkstatt. Ein echter Geheimtipp also!
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Weller verarbeitet fast ausschließlich Bruyere aus der Toskana. Mit viel Liebe strebt er danach, die Schönheit der Maserung durch die jeweilige Formgebung zur Geltung zu bringen.  Unterstrichen wird dies durch meist helle Beizen in naturnahen Farben. Als Finish erhält jede Pfeife einen dünnen Überzug mit Schellack und eine abschließende Wachspolitur. Zurückhaltung übt Weller auch bei den Applikationen, wo Cumberland, Rosenholz oder auch Nickelringe verwendet werden. Massive Gold- oder Silberringe finden dagegen nur ganz selten Verwendung.
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Für manchen sicher betrüblich: 90% aller Weller-Pfeifen haben eine 9mm-Filterbohrung. Als Stempelung tragen die Pfeifen lediglich ein schlichtes „W“. Qualitätsstufen (Grading) gibt es nicht. Die Preise bewegen sich von ca. 250 - 450 Euro; einige herausragende Stücke liegen auch mal darüber.
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Mit solch „neumodischen Veranstaltungen“ wie etwa Internet hat der rüstige Pensionär nichts im Sinn. Wer ihn nach Fotos seiner Pfeifen fragt, dem schickt er freundlich einen richtigen Brief mit richtigen Fotografien zu.
  
 
  Fritz Weller
 
  Fritz Weller

Revision as of 19:50, 8 April 2008

Als Pfeifenmacher ist der 1930 in Würzburg geborene Fritz Weller ein Spätberufener. Nach dem Krieg begann er eine Ausbildung zum Augenoptiker, nach deren Abschluss er im Betrieb seines Vaters arbeitete. Später war er als Handelsvertreter für die Firma Oldenkott tätig. Die profunden Kenntnisse über die Fertigung von Pfeifen, die er dabei erlangte, wandte er dann im Tabakwaren-Fachgeschäft seiner Frau zur Durchführung von Reparaturen an. Aber erst nach dem Eintritt in den Ruhestand, mit 66 Jahren, begann Fritz Weller 1996 seine jahrzehntelangen Erfahrungen mit Pfeifen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse und Fertigkeiten in eigene Pfeifen umzusetzen.

Wellers Pfeifen beeindrucken durch eher zurückhaltende, klare Formen und eine überaus gediegene Verarbeitung. Da er sein Pfeifenschaffen eher als Passion denn als Quelle zur Aufbesserung der Pension begreift, verwendet er enorme Zeit auf die Ausarbeitung jedes Details, was jede einzelne Pfeife zum handgearbeiteten Unikat macht. Wobei „handgearbeitet“ hier wörtlich zu nehmen ist. Dem entsprechend verlassen nur ca. 15 Pfeifen pro Jahr seine Werkstatt. Ein echter Geheimtipp also!

Weller verarbeitet fast ausschließlich Bruyere aus der Toskana. Mit viel Liebe strebt er danach, die Schönheit der Maserung durch die jeweilige Formgebung zur Geltung zu bringen. Unterstrichen wird dies durch meist helle Beizen in naturnahen Farben. Als Finish erhält jede Pfeife einen dünnen Überzug mit Schellack und eine abschließende Wachspolitur. Zurückhaltung übt Weller auch bei den Applikationen, wo Cumberland, Rosenholz oder auch Nickelringe verwendet werden. Massive Gold- oder Silberringe finden dagegen nur ganz selten Verwendung.

Für manchen sicher betrüblich: 90% aller Weller-Pfeifen haben eine 9mm-Filterbohrung. Als Stempelung tragen die Pfeifen lediglich ein schlichtes „W“. Qualitätsstufen (Grading) gibt es nicht. Die Preise bewegen sich von ca. 250 - 450 Euro; einige herausragende Stücke liegen auch mal darüber.

Mit solch „neumodischen Veranstaltungen“ wie etwa Internet hat der rüstige Pensionär nichts im Sinn. Wer ihn nach Fotos seiner Pfeifen fragt, dem schickt er freundlich einen richtigen Brief mit richtigen Fotografien zu.

Fritz Weller
Judenbühlweg 25
97080 Würzburg
Deutschland
Telefon: +49 (0)931 - 76551
Händler: Pfeifen-Behrend

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